Website oder Web App: Was passt besser zu Ihrem Unternehmen?

Die Möglichkeiten für Nutzer und Kunden, sich digital mit Ihren Produkten oder Dienstleistungen auseinanderzusetzen, sind vielfältig. Ein guter Einstieg ist es, zunächst eine Online-Präsenz für Ihr Unternehmen aufzubauen. Die gängigste Methode hierzu ist die Erstellung einer eigenen Website. Erst in der nächsten Ausbaustufe kommt die Web App ins Spiel. Sie dient dazu, eine tiefergehende Benutzerinteraktion mit bestimmten Themen zu realisieren. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wo die Unterschiede zwischen Website und Web App liegen. Außerdem erfahren Sie, welche der beiden Varianten besser zu Ihren Anforderung passt.

Die Website: ein Tool für Werbung und PR

Eine gute Website ist heute die optimale Form der Werbung. Zudem ist ihre Erstellung kostengünstig. Diese Fakten machen sie zu einer sehr lohnenswerten Investition in die Digitalisierung Ihres Unternehmens. Ein Hauptvorteil moderner Webseiten besteht darin, dass sie auf jedem Endgerät dieselbe Benutzererfahrung bieten – egal ob Desktop-PC, Notebook, Tablet oder Smartphone. Dem gegenüber besteht der Nachteil, dass die Interaktionsmöglichkeiten mit den Benutzern eingeschränkt sind. Ebenso liefern sie nur wenige Informationen über den Kunden und sein Verhalten. Hinzu kommt, dass Websites mit Computern oder mobile Endgeräten ohne Internetverbindung nicht erreichbar sind.

Einige Websites sind für den kurzfristigen, eventbezogenen Einsatz über wenige Wochen ausgelegt. Andere haben das Ziel, kontinuierlich und über Jahre hinweg das Image einer Marke zu prägen und eine Community aufzubauen. Unabhängig davon ist eine Webseite stets das Aushängeschild eines Unternehmens oder Events. Zudem dient sie als zentrale Anlaufstelle für alle Zielgruppen aus unterschiedlichen sozialen Netzwerken. Vor allen Dingen schafft eine Website jedoch Vertrauen in Ihr Unternehmen und Ihre Marke.

Komplexität der Website hängt vom Einsatzzweck ab

Nehmen wir an, Sie möchten lediglich einen schlanken Start-up-Webauftritt für die Investorensuche, eine Landingpage für Ihren Schönheitssalon oder eine Website für eine bevorstehende Veranstaltung aufbauen. In all diesen Fällen wird es ausreichen, einen Homepage-Baukasten oder bestimmte Low-Code-Tools zu verwenden. Werkzeuge dieser Art werden ständig weiterentwickelt. Die zugrundeliegenden Technologien zielen darauf ab, Ihnen ein innovatives und komfortables Benutzererlebnis zu bieten.

Dies sollten jedoch nicht ihre einzigen Entscheidungskriterien hinsichtlich des technischen Ansatzes sein. Berücksichtigen Sie auch, wie sich Ihre Website in Zukunft entwickeln könnte. Besonders wichtig ist dieser Aspekt für die spätere Skalierbarkeit. Sie sollten also bereits zu Beginn abschätzen, ob Ihr Web-Projekt jemals über eine rein informative Funktion hinausgehen wird.

  • Wird Ihr Kunden künftig auf einen Button klicken wollen, um online bei Ihnen einzukaufen?
  • Sieht Ihr Geschäftsmodell vor, dass Kunden wiederkommen, um erneut Produkte bei Ihnen zu beziehen?

Wenn Sie beide Fragen mit „ja“ beantworten können, sind Sie an einem Punkt, an dem Sie über eine Progressive Web App (PWA) nachdenken sollten.

Was ist eine Progressive Web App (PWA)?

PWA

Sobald Ihr Kunde mehrfach bei Ihnen einkauft, ist es an der Zeit, die nächste Stufe des Webseitenausbaus anzustreben: die Web App. Im weitesten Sinne kann eine Web App jedwede tiefergehende Interaktion mit Benutzern unterstützen.

War anfangs nur von „Web Apps“ die Rede, wird heute überwiegend der Begriff „Progressive Web App“, kurz PWA, verwendet. Diese Bezeichnung existiert seit 2015. Sie wurde eingeführt, um Web-Anwendungen für moderne Browser zu beschreiben, welche responsive Designs aufweisen und dem Mobile-first-Ansatz folgen. Heute ist dies ein Web-App-Standard, der sich immer noch weiterentwickelt.

PWA: performant, interaktiv, optimiert für mobile Endgeräte

PWA-Technologie erlaubt eine kostengünstige Erstellung anpassungsfähiger Webseiten mit nativen Funktionalitäten. Sie vereint damit die Vorteile von Apps und Websites. Hierbei nutzen Progressive Web Apps bestehende Webstrategien und imitieren gleichzeitig eine mobile Applikation. Gegenüber herkömmlichen Webseiten ist eine PWA deutlich performanter. Zudem ist sie so konzipiert, dass sie Funktionen wie Hintergrundsynchronisation, Caching und Push-Benachrichtigungen bereitstellen kann. Sie benötigt keinerlei Speicherplatz für die Installation und kann auch offline genutzt werden. Darüber hinaus werden Web Apps von Google mittlerweile sehr positiv beurteilt. Die Suchmaschine listet sie daher weit oben in den Suchergebnissen.

Progressive Web App: offline-fähig und kostengünstiger als eine neue Website

Erfüllt eine Weblösung die einschlägigen PWA-Kriterien, werden Benutzer sowohl auf Android als auch auf dem Desktop-PC zur Installation der Web App aufgefordert. Außerdem können Benutzer ein Icon direkt auf den Startbildschirm ihres Endgeräts ziehen, um die Anwendung auch offline zu nutzen. Bereitgestellt werden das Symbol und weitere grundlegende Parameter über das sogenannte Web-App-Manifest.

Wichtige technologische Komponenten einer progressiven Web-App sind außerdem die folgenden:

  • Service Worker: Progressive Web Apps basieren auf einer modernen Technologie namens Service Worker. Es handelt sich hierbei um spezielle eventgesteuerte Skripte, die als eine Art Proxy zwischen der Website und dem Internet fungieren. Sie können Netzwerkanfragen abfangen und verändern. Auf diese Weise unterstützen sie die Offline-Fähigkeit einer App. Außerdem ermöglichen sie eine granulare Speicherung. Service Worker können unabhängig von der Netzwerkverbindung sicher heruntergeladen werden. Dies beschleunigt die Navigation und reduziert die Download-Geschwindigkeit.
  • Shell: Ihre hohe Performance erreicht die Progressive Web App durch eine Application Shell. Es handelt sich hierbei um eine Art Speicher für die Inhalte. Die Erstellung einer App Shell gestaltet sich besonders einfach, da nur wenige Code-Zeilen notwendig sind. Hauptelemente sind die Kopfzeile und die Navigationsleiste. Da lediglich einmal eine Ablage im Cache erfolgt, kann der Benutzer auch ohne Internetverbindung auf die Shell zugreifen.

Für die Entwicklung von PWAs sind keine separaten Programmierer-Teams erforderlich. Bei fertigen Websites verbessert eine Web App die Leistung somit zu einem geringen Preis. In jedem Fall ist dieser Ansatz wirtschaftlicher, als eine Seite komplett neu aufzubauen.

Web App stärkt das Vertrauen in Ihre Marke

Progressive Web Apps sind über gesicherte HTTPS-Links zugänglich und teils durch das Präfix „app.“ erkennbar. Sie werden von Suchmaschinen indexiert und sind mit mehreren Plattformen kompatibel. Sie unterstützen Push-Benachrichtigungen und erlauben eine reibungslose Nutzung, da sie im Hintergrund aktualisiert werden. Viele Unternehmen nutzen PWAs anstelle von Websites und mobilen Anwendungen. Nur zwei Beispiele sind Pinterest und die Web-Variante von WhatsApp.

Mit einer PWA erhält ein Unternehmen zwei Lösungen zum Preis von einer: eine Website und eine App, welche die Nutzer über Push-Benachrichtigungen mit Neuigkeiten, Sonderangeboten oder anderen wichtigen Informationen versorgt. Da die PWA wie eine Anwendung konzipiert ist, werden die UX/UI, die Geschwindigkeit und der reibungslose Betrieb eines solchen Produkts außerdem automatisch für alle gängigen Desktop-Browser optimiert.

Web App vs. Website

pros and cons of pwa

Sie benötigen eine Entscheidungshilfe für Ihr Web-Projekt? Diese Gegenüberstellung von Webseiten und Webanwendungen unterstützt Sie:

Vor- und Nachteile von WebsitesVor- und Nachteile von Web-Apps
Stellen keine Anforderungen an das BetriebssystemBenötigen keinen Speicherplatz
Dienen als Schaufenster und Visitenkarte einer MarkeLaufen schneller als Websites und mobile Anwendungen
Konkurrieren mit sozialen NetzwerkenBieten Funktionen zur Benutzerinteraktion
Sind kostengünstiger als mobile AnwendungenNicht für jedes Szenario und Unternehmen geeignet
Einfach zu verändern durch minimale Code-AnpassungStärken das Vertrauen in ein Unternehmen
Erfordern kein Vertrauen der BenutzerKostengünstiger als Websites und mobile Apps
Ermöglichen eine einfachere Produktauswahl und bieten bessere Vergleichsmöglichkeiten als AppsErfordern keine Downloads und manuellen Updates
Unterstützen keine Push-BenachrichtigungenBieten Push-Benachrichtigungen an
Können unsicher seinSind vollständig geschützt
Verfügbar und getestet auf allen Browsertypen und -versionenKompatibel mit vielen Browsern, da sie für verschiedene Desktops und Smartphones optimiert sind
Online-Kennungen (z. B. Cookies, IP-Adressen, Gerätekennungen) sind für den Webseiten-Inhaber nicht einsehbarFace ID und Touch ID werden unterstützt
Monetarisierungsmöglichkeiten durch Affiliate-Marketing und Pay-per-Click-WerbungStellen WebOTP für SMS-Authentifizierung bereit
Sind zwar häufig für Desktop-PCs, nicht immer jedoch für Smartphones optimiertKeine Priorisierung durch Safari und Mozilla
Kurze Lebensdauer, wenn ein Unternehmen über eine mobile Applikation verfügtDesktop-PWAs beschränken sich auf Chromium-basierte Browser
Es existieren keine allgemeinen Vorgaben für die Erstellung von WebseitenBenötigen keinen Internetzugang
Benötigen Internetzugang zum LadenKönnen Ressourcen oder Daten nicht intern teilen, da sie weitgehend isoliert sind
Können das Betriebssystem oder andere App-Funktionen nicht erkennen. Sie können jedoch über JavaScript auf bestimmte Events reagieren.

Website oder Web-App? Der Einsatzzweck entscheidet!

Insgesamt bleibt festzuhalten: Ihre Website ist Ihre Stimme in der weiten Welt des Internets. Wenn Sie sich zwischen einer Webseite und einer App entscheiden müssen, sollten Sie stets den Einsatzzweck berücksichtigen. So ist eine Website hervorragend dafür geeignet, potenzielle Kunden mit Ihren Produkten vertraut zu machen. Eine Web-App ist hingegen eine Technologie, mit denen Sie mit Ihren Kunden längerfristig in Kontakt bleiben. Demnach sind beide Ansätze für die Softwareentwicklung der Zukunft relevant.

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